Der Name "Dult" hat seine ursprüngliche Bedeutung in einem Kirchenfest. Während der Feste zu Ehren von Heiligen wurden um die Kirche Verkaufsstände aufgebaut, um Waren anzubieten.
Im Lauf der Zeit änderte das Wort langsam seine Bedeutung. Aus dem Kirchenfest wurde zunehmend ein Jahrmarkt, der sich immer größerer Beliebtheit in der Bevölkerung erfreute.
Im Jahre 1310 wurde im Satzungsbuch der Stadt München die Jakobidult erstmals erwähnt. Sie fand im Anger, dem heutigen St.-Jakobs-Platz statt. 1791 wurde sie in die Kaufinger- und Neuhauserstraße verlegt.
1796 verlieh Kurfürst Karl Theodor der Vorstadt Au das Recht, zweimal im Jahr einen Jahrmarkt abzuhalten. Der Name Auerdult hat aus dieser Zeit seinen Ursprung. Seit dem Jahr 1905 wird diese Veranstaltung dreimal im Jahr durchgeführt.
Die Dult hatte damals die Bedeutung der heutigen Handwerksmesse. Sie wechselte dann noch mehrmals ihren Platz und kam ab 1905 endgültig auf den Mariahilfplatz in der Au.
Rund um die Mariahilfkirche bieten ca 300 Marktkaufleute und Schausteller ihre Waren (Geschirr, Antiquitäten, Trödel) und Vergnügungen auf dem Mariahilfplatz an. Die Beliebtheit der Auerdult ist groß, so besuchen etwa 100.000 Menschen aus nah und fern die Jahrmärkte.
Die Auerdult wird vom Fremdenverkehrsamt der Stadt München dreimal im Jahr auf dem Mariahilfplatz in der Au veranstaltet. Dabei wird die 1. im Frühjahr Maidult, die 2. im Sommer Jakobidult und die 3. im Herbst Kirchweihdult genannt.